§ 1
Geltungsbereich
 
Diese Gewässerordnung regelt die Ausübung der Fischwaid an den Vereinsgewässern "Bühl" und "Erlenloch" im Rahmen der jeweiligen Fischereigesetze.
§ 2
Ausweise
 
Zur Ausübung der Fischwaid sind folgende Unterlagen mitzuführen: Amtl. Jahresfischereischein und gültiger Vereinserlaubnisschein.
§ 3
Fischereiaufsicht und Kontrollen
 
Auf Verlangen der Fischereiaufseher und Amtsträger des Vereins sind die unter § 2  geforderten Unterlagen, sowie der erzielte Fang vorzuweisen, ausgelegte Fanggeräte überprüfen zu lassen und Einblick in evtl. mitgeführten Behältnisse zu gestatten. Auf Befragung durch den genannten Personenkreis über die Fangergebnisse ist eine klare und erschöpfende Auskunft zu erteilen. Den Anordnungen der Fischereiaufseher und Amtsträgern des Vereins ist unbedingt Folge zu leisten.

Im übrigen ist jedes Vereinsmitglied berechtigt, von einem ihm unbekannten Angler die Vorlage der Angelberechtigung zu fordern.


§ 4
Pflichten

Jedes Vereinsmitglied muss bei Kentnisnahme von Fischfrevel und Fischwilderei dazu beitragen, dass die strafrechtliche Verfolgung des Täters ermöglicht wird. Soweit ein Fischereiaufseher oder Amtsträger des Vereins nicht umittelbar erreichbar ist, sind sofort die Organe der Polizei zu verständigen. Anschließend ist der Vorstand über den Vorfall zu unterrichten. Verstösse gegen die Gewässerordnung, Vereinsdisziplin, erheblich unkameradschaftliches Verhalten sind dem Vorstand unverzüglich und nur schriftlich zu melden. Bei Gewässerverunreinigungen, Fischsterben, Fischkrankheiten, unrechtmäßigen Veränderungen an Gewässern und Ufern, Vorkommen von Bisamratten und anderen Schäden und Schädlingen ist der Vorstand möglichst umgehend zu verständigen.
§ 5
Unterhaltung
 
Die Sauberhaltung der betretenen Uferzonen ist ein selbstverständliches Gebot. Veränderungen am Ufer, Anlage von Stufen oder Treppen, Errichtung oder Anlage von besonderen Standplätzen, Abhauen oder Absägen von Bäumen, Büschen und Ästen ist nicht erlaubt.. Hiervon abweichende Maßnahmen kann nur der Vorstand mit Genehmigung des Reg.-Präs. in Kassel oder der Gemeindeverwaltung Ahnatal treffen und anordnen.
§ 6
Auflagen
 
Am Bühl daf der Bade- und Freizeitbetrieb durch die Angler nicht gestört oder eingeschränkt werden. Am Erlenloch ist auf Flugwild Rücksicht zu nehmen. Die Rechte der Jagdausübungsberechtigten sind zu respektieren.
§ 7
Anfüttern
 
Das Anfüttern ist an beiden Vereinsgewässern nicht gestattet.
§ 8
Erlaubtes Fanggerät
 
Am Bühl und am Erlenloch darf mit 2 Handangeln geangelt werden. Die zweite Handangel muss zum Fang von Raubfischen ausgerüstet sein, d.h. mit einen mindestens 15 cm langen,toten Köderfisch, sowie raubfischgeeigneten Vorfach.Die Spinnfischerei ist erlaubt, wenn keine andere Handangel ausgelegt ist. Außer Spinn- und Raubfischangel darf jede Angel nur mit einem Einzelhaken bestückt sein.
§ 9
Unerlaubtes Verhalten, verbotene Fanggeräte und Fangmethoden
 
Zum Fischfang ausgelegte Angeln dürfen nicht unbeaufsichtigt gelassen werden. Die vertretungsweise Aufsicht darüber darf nur vorübergehend an einen anderen Angelberechtigten übertragen werden. Der Abstand der ausgelegten Handangeln darf 10 m nicht überschreiten. Gefangene Fische dürfen nicht verkauft, gegen Sachwerte eingetauscht oder anderweitig zum Nutzen des Vereinsmitgliedes weitergegeben werden Grundsätzlich verboten ist das Fischen mit Aalgrundschnüren, Aalreusen, Aalkörben, Fischnetzen, die unerlaubte Verwendung eines Elektro-Fischfanggerätes und der Fischfang vom Boot aus.
 
 
§ 10
Untermäßige Fische
Untermassige Fische sind sofort zurückzusetzen, auch wenn ein Verenden nicht ausgeschlossen werden kann. Sitzt der Haken im Fischkörper ungünstig, so ist jeder Versuch zur Entfernung zu unterlassen. Angelschnur oder Vorfach sind möglichst kurz am Fischmaul abzuschneiden und der Fisch ist zurückzusetzen.
§ 11
Angelzeiten
 
An beiden Vereinsgewässern,Bühl und Erlenloch darf nur bei Tageslicht geangelt werden. Pro Tag ist der Fischfang nur an einem Vereinsgewässer gestattet.

 

§ 12
Fangmeldungen
 
Alle im Erlaubnisschein aufgeführten Fischarten sind, soweit sie gefangen und dem Gewässer entnommen werden sofort in die Fangliste einzutragen. Dafür gilt folgende Form: Datum, Anzahl und Fischart.
§ 13
Mindestmaße und Schonzeiten

 

  Mindestmaß Schonzeit
Aal 50 ccm 01.10.-01.03.
Hecht 50 cm 01.02.-15.04.
Zander 45 cm 01.04.-31.05.
Krebse   ganzjährig geschont
Karpfen 35 cm keine
Schleie 26 cm 01.05.-30.06.
R-Forelle 22 cm keine


Alle Maße gelten von der Maulspitze hin zum äußersten Schwanzende.

§ 14
Fangbegrenzung

a) Bühl
Jeder Angler kann pro Tag bis zu 3 Stück Regenbogenforellen, 2 Stück Karpfen, 2 Stück Hecht und 2 Stück Zander fangen. Wahlweise kann für einen Teil oder die Gesamtmenge Forellen die entsprechende Anzahl Schleien gefangen werden. Grundsätzlich sind die zuerst gefangenen Fische in Anrechnung zu bringen. Für die nicht aufgeführten übrigen Fischarten werden keine Beschränkungen festgesetzt.

b) Erlenloch
Jeder Angler kann pro Tag insgesamt 3 Fische wahlweise (Karpfen, Regenbogenforelle, Schleie) fangen!
§ 15
Einbringung von Fischen aus fremden Gewässern

Das eigenmächtige Einbringen von Fischen aus fremden Gewässern ist verboten.

§ 16
Sonderbedingungen und außerordentliche Maßnahmen
Der Vorstand ist ermächtigt auf begründeten Antrag des Gewässerwarts in Sonderfällen befristet abweichende Bedingungen oder Maßnahmen festzulegen bzw. anzuordnen.

Verstöße gegen die Gewässerordnung ziehen vereinsinterne disziplinarische Maßnahmen nach sich, unabhängig von etwaigen Stafverfolgungen durch die Justizbehörden. Diese Gewässerordnung wurde am 29.012011 verabschiedet und tritt mit diesem Tag in Kraft.